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Biographie
1910
Geburt von Hélène de Beauvoir am 6. Juni in Paris, Boulevard
Montparnasse 103 , La Rotonde. Vater:
Georges de Beauvoir, Mutter: Francoise Brasseur. Einzige Schwester : Simone de
Beauvoir (9. Januar 1908 – 14. April 1986)
1922
Hélène gründet die Schülerzeitung „L´Écho de course Désir“
1925
Hélène schreibt in
ihren „Erinnerungen einer Kindheit“ : „Ich werde eine berühmte Malerin.“
Weitere Texte der jungen Malerin: „Dans le métro“ und „Le gouter d’amies“
(Texte veröffentlicht in den „Souvenirs“ von Hélène de Beauvoir, ISBN
2- 906284-30-0-, 1987, Édition Garamont )
1927
Abiturprüfung in Philosophie. Besuch von Abendkursen an den Kunst –
Akademien „Grande Chaumiere“ und „Colarossi“ in Paris, Montparnasse
mit Aktzeichnen.
1928
Studium von Kupferstich und Grafik an der Kunstschule Rue de Fleurs.
Lernt Geraldin Pardo (Gégé) und Jean Paul Sartre kennen.
1929
Erste Studienreise nach Belgien.
1930
Aufnahme an die Kunstakademien „Colarossi“
und „Akademie Scandinave“...“ Das war für mich die Freiheit ...“
1932
Verdient sich ihr Studium in der Galerie Grüber.
In den Sommerferien Reise nach Spanien, wo sie sich mit Sartre und
ihrer Schwester Simone de Beauvoir trifft.
1933
In Rouen lernt sie durch Simone den Meisterschüler von Sartre kennen,
den sie neun Jahre später 1942 in Portugal heiratet.
1934
Hélène mietet ein Atelier in der Rue Castagnary, ein „Eiswürfel im
Winter und im Sommer ein Heizofen“ wie Simone in ihrer Autobiographie „Der
Lauf der Jahre“ schreibt und sich erinnert, dass das Leben ihrer Schwester
als Malerin damals „materiell schwierig und sehr karg“ war. Simone
unterstützt ihre Schwester mit Mietbeiträgen fürs Atelier. Hélène
arbeitet bis 1935 in der Galerie Bonjean als Sekretärin, wo Sie Salvador Dali
kennen lernt, der in diesem Jahr dort seine berühmten Schokoladeuhren
ausstellt. Wechsel ihres Ateliers in die Rue Santeuil.
1935
Erste Reise nach Italien wo sie Florenz, Rom, Neapel und Capri
besucht. Die Bilder in den Uffizien beeindrucken sie so, dass ihr der
„Louvre, vorher ihr ein und alles, als Provinzmuseum erschien“
(Autobiographie „Souvenirs“)
In der Galerie Paris stellt sie ein Portrait ihres Freundes Lionel de
Roulet aus.
1936
Im Januar erste Einzelausstellung in der Galerie Bonjean, Paris, wo sie
Pablo Picasso bei der Vernissage ermuntert :“Ihre Malerei gefällt
mir!“
1940
Lionel de Roulet, an Knochentuberkulose erkrankt, heilt diese in
Portugal im Haus seiner Mutter (mit dem portugiesischen Maler Carlos Porfirio
verheiratet) aus. Simone bezahlt Hélène die Reise zu ihm. Am 10. Mai, Tag
der Invasion in Holland und Belgien durch Deutschland kommt sie in Lissabon an
und trifft De Gaulle dessen persönlicher Referent Lionel ist. Lionel gründet
das Institut Francaise Algarve mit Unterstützung von Hélène und wird
Sekretär der Kulturkammer von Faro. Hélène malt ein literarisches Wandbild
Frankreichs und ein historisches von Portugal.
1941
Tod des Vaters in Paris.
1942
Ausstellung in Leiria. Reiches malerisches Schaffen. Hélène heiratet
im Dezember in Lissabon Lionel de Roulet. Hélène lernt in Portugal Canto da
Maya, Carlos Bothelo und Beuve-Méry kennen.
1943
Helene gestaltet große künstlerische Wandbilder und arbeitet mit
Texten über die zeitgenössische Malerei, mit Buchbesprechungen und mit
Illustrationen an der Zeitschrift “Afinidades, Revista de Cultura
Luso-Francesa“ mit. Im Februar
Einzelausstellung mit portugiesischen Landschaften mit Katalog im
Nationalmuseum.
1945
Simone de Beauvoir leitet in Portugal einige Konferenzen über die
Besetzung Frankreichs auf Vermittlung ihrer Schwester Hélène und ihres
Schwagers Lionel. Portugiesische Episoden dieses Aufenthalts werden in „Die
Mandarins von Paris“ aufgenommen, mit dem Simone den Prix Goncourt gewinnt.
Rückkehr
nach Paris mit Lionel. Der wird Oberst und Direktor des
Informationsministeriums in Wien. Hélène stellt in der Galerie Jeanne Castel
in Paris portugiesische Volks - und Meerstücke aus und lässt sich zum
Leutnant ernennen um ihrem Mann im Oktober in das „Wien des dritten Mannes“ folgen zu können. Ausführung eines
Wandfreskos in der franz. Bücherei, publiziert am 7.Februar 1946 im Artikel
„Rayonnement Culturel de la France en Autriche „in der Zeitschrift „France
Illustration“
1947
Aufenthalt in Belgrad, wo Lionel im
Auswärtigen Amt arbeitet.
1948
Rückkehr nach Paris über Italien. Lionel arbeitet im Auswärtigen Amt am
Quai d`Orsay. Ausstellung in der Galerie Brateau , Rue Bonaparte.
1949
Studienfahrt nach Casablanca im Juni.
1950
Umzug nach Mailand, wo Lionel das französische Kulturzentrum leitet.
1951
Ausstellung von Ölgemälden und
Kupferstichen in der Galerie 5 in Paris.
1952
Im Oktober/November Ausstellung von 9 Kupferstichen, Illustrationen zu
„Alle Menschen sind sterblich“( Hélènes Lieblingsbuch )
in der Buchhandlung „Le Fanal“.
Außerdem schafft Sie 20 Aquarelle zu dem
Roman „ Sie kam und blieb.“
1954
Ausstellung „Die Mondinen“ im Mai in der Galerie Greuze, Paris.
1955
Ausstellungen in den Galerien Millione
und der Galerie Greuze in Paris sowie in Turin : “ Moderne Malerei
aus Frankreich und Italien“.
1956
„Kuben, Prismen und Kristalle“, Ausstellung in der Galerie Creuze,
Paris im März
1957
Umzug von Mailand nach Paris, wo sie drei Jahre bleiben wird.
Ausstellungen : Galerie Synthese, Paris; Kunstkabinett Wirnitzer, Berlin; Galerie Millione, Mailand; Galerie Numero, Florenz; Institut Francais, Moguncia; Galeria de Cavallino, Venedig; Museum von Pistoia
1960
Einzelausstellung von 25 Gemälden im
Mai in der Galerie Synthese, Paris, Frucht von vier Jahren Arbeit über „Die
vier Jahreszeiten“. Kupferstiche zum Buch von Amédéé Ponceau : „Paisagens
e destinos balzaquianos“.
Das
Museum für moderne Kunst, Paris kauft ein Gemälde von Hélène. Ausstellung
von Gemälden im Salon de Mai, Saal der Meister. Ein Gobelin nach einem Bild
von Hélène entsteht.
Lionel
wird zum Direktor für Jugend, Sport und Volkskunst am Europaparlament in
Strassburg ernannt und zieht für drei Jahre nach Scharrlachbergheim im
Elsass.
1961
Ausstellungen von Ölbildern in
Frankfurt in der Galerie Hanna Bekker vom Rath und von Kupferstichen in Mexiko sowie Einzelausstellung in Cinquale
(Italien).
1963
Ausstellung „Variationen über Venedig“ in der Galerie Syntese in Paris
vom 8. bis 28. Februar. In der Zeitschrift „Les temps modernes“ Nr. 201
erscheint darüber der Artikel „Über die Malerei von Hélène de Beauvoir“
von Jean-Louis Ferrier.
Endgültiger Umzug nach Goxwiller im Elsass, wo das Ehepaar einen alten
verlassenen Weinbauernhof kauft. Am 6. Dezember Tod der Mutter, deren letzte
Wochen von Simone de Beauvoir in dem Buch „Ein sanfter Tod“ verarbeitet
wird und in dem öfters Hélène erwähnt wird.
1967
Ausstellung in La Haye in der Galerie „Nouvelles Images“. Im Oktober
erscheint bei Gallimard die Luxusausgabe von „La femme rompue“ von Simone
de Beauvoir, illustriert mit 16 Kupferstichen von Hélène. Das kanadische
Fernsehen filmt in ihrem neuen Atelier. Ausstellung von Illustrationen,
Zeichnungen und Aquarellen in der Galerie Kiefer, Paris und in der Galerie
Tandwerlin in Strassburg.
1968
Ausstellung von Kupferstichen und
Aquarellen in der Galerie Einaudi, Mailand und in der Galerie „Die Insel“
in Hamburg zu der Th. Flemming die Einführung im Katalog schreibt. Hélène
wird zum renommierten „Prix Marzotto“ eingeladen, die Ausstellung
wird in Valdagno, Wien, Prag, Stockholm, Amsterdam und Paris gezeigt. Marzotto
erwirbt Gemälde von Hélène. Ausstellung von Ölbildern in der Galerie Nanteshi,
Tokio. Das japanische Fernsehen dreht eine Reportage in ihrem Atelier in
Goxwiller.
1969
Im Wintergarten des Moulin Rouge, Paris stellt Hélène vom Oktober bis
November 30 Arbeiten zum politischen Mai 1968 aus, die dann nach Rom ins
Studio Hermes weitergehen.
1970
Ausstellung von Ölbildern, Gouachen
und Kupferstichen in der Galerie Nateshi, Tokio. Hélène studiert in Tokio
japanische Tuschemalerei sowie Aquarelltechnik. Auf der Schifffahrt von
Yokohama nach Russland lernt sie Ludwig
Hammer kennen. Eine lebenslang anhaltende Freundschaft entsteht. « C´est
au cours de ce voyage que je rencontrai Ludwig Hammer qui m´organisa
différentes expositions à l’étranger. Un ami très cher. »
S.
248, Souvenirs, Hélène de Beauvoir
1971
Ausstellungen in der Salon Ward Nasse
Galerie in Boston, in der Galerie “ Die Treppe“ in Lahr und
Aquarellausstellung in der New Side Art Galerie in Amsterdam.
1972
Ausstellungen in der Galerie „Delle
Imagine Nuove“ in Mailand, im
Studio Hermes, Rom, Collagen und Plexiglasarbeiten, in Amsterdam in der
Galerie Magdalena Sothmann, Ölbilder, in der New Side Art Galerie, Amsterdam,
Kupferstiche sowie Ölbilder in New York in der Salon Nasse Ward Galerie und
in der Galerie „Die Treppe“ in Lahr. Hélène gründet ab November ein
offenes Atelier für plastisches Gestalten in Montbeliard.
1973
Ausstellungen in der Ward Nasse
Galerie in New York
im Studio Hermes in Rom
in der Galerie Magdalena Sothmann, Amsterdam
im Casa Rossel in Montbeliard im Juni Skulpturen aus Eisen und
Plexiglas.
1974
Einzelausstellung in New York in der
Ward Nasse Gallery. Studienreise an die Ostküste der USA. Ausstellung in der
Galerie Montjoie in Brüssel.
1975
Grosse Retrospektive im Kunstpalast Brest mit Hunderten von Bildern von
1953 bis 1975 in verschiedensten Techniken. Jean Paul Sartre schreibt zu
diesem Anlass sein berühmtes Vorwort zum Ausstellungskatalog. Beteiligung an
den Kollektivausstellungen in Ward Nasse Lincoln, New York und dem 6.
Internationalen Graphiksalon in Bayeux außerdem Einzelausstellung in der
Stadtgalerie Esch-sur-Alzette in Luxemburg.
1976
Einzelausstellung im Kantonmuseum Lausanne. Beteiligung an der
Kollektivausstellung in Ward Nasse Lincoln, New York
1978
Ausstellung mit dem Titel „ Blicke
einer Frau auf die Welt des Mannes“ in der Galerie des Futurs in Paris mit
Gemälden die zwischen 1975 und 1977 entstanden. Studienreise nach Kreta.
Gründung des Centrum Flora Tristan für
misshandelte Frauen und Jugendliche, dessen Präsidentin sie von 1977
bis 1983 ist.
1979
Einzelausstellung in New York in der
Ward Nasse Gallery. Studienreise an die Ostküste der USA.
1980
Tod von Jean-Paul Sartre. Einzelausstellung in New York in der Ward
Nasse Gallery.
1981
Ausstellung „Träumereien über
Venedig“ im Instituto de la Italia, Strassburg.
1982
Ausstellung von Zeichnungen und
Kuferstichen in der Galerie „La Passerelle“ in Paris.
1983
Ausstellung von Aquarellen in der
Galerie Hammer, Weiden, Bayern und in Kyoto, Japan.
1984
Ausstellung von Ölbildern in der
Galerie Calart, Art contemporain, Luis Callejo, 12. Jan. – 11. Febr., Genf.
Katalog mit einem Vorwort von Valentina Anker. Ausstellung von Acrylbildern
und Aquarellen im Stadtmuseum Arcola, Italien und in der Galerie Falsted in
Copenhagen.
1985
Im Centro Audiovisual Simone de Beauvoir, Paris, Ausstellung von
Ölbildern
1986
Einzelausstellung vom 18. Februar bis
7. März im Ministerium der Frauen in Paris. Ihre Schwester sowie die
Ministerin Yvonne Roudette eröffnen die Ausstellung. Simone
stirbt am 14. April während
Hélène in Amerika ist.
Ausstellungen von Aquarellen im Centro Jugoslavo, von gravierten
Acrylscheiben in Saint- Avold, Frankreich , an der Universität
in San Francisco in den USA und in der Galerie Pospiczik in Regensburg,
Bayern. Es erscheint im August ein ausführliches Interview in „Marie Claire“
und im Dezember in „Autrement“.
1987
Ausstellungen in Madrid und im Palacio
de Fefinanes, Cambados, Spanien. In Rom beteiligt sich Hélène an der
Ausstellung „Sartre und die Kunst.“ Es erscheint die Autobiographie von
Hélène de Beauvoir „Souvenirs“,
in der sie nicht nur über ihr Leben als Malerin, den Clan ihrer Schwester und
die vielen Reisen an der Seite ihres Mannes sondern auch über ihre
persönlichen Bekanntschaften mit großen Künstlern wie Albert Camus, der ihr
das Buch “Le mythe de Sisyphe“ widmet, sowie Picasso, Dos Passos, Aragon,
Elsa Triolet, Francis Poulenc, Darius Millaud, Leprince-Ringuet, Daniel Rops,
Renauld, Merleau-Ponti, Giraudoux, René Maheu, Jean Luis Barrault, Dino
Buzzati, Fernand Léger, Maria Callas, Jean Cocteau
usw. erzählt.
1988
Grosse Retrospektive in Sarlat,
Frankreich. Ausstellung von Ölbildern beim Festival von Sarlat.
1990
Ihr Ehemann, Lionel de Roulet stirbt im Mai. Im November stellt Sie
Ölbilder, Aquarelle und Graphiken in der Association 29 in Brüssel aus.
Interview im luxemburger und
belgischen Fernsehen.
1991
Das zweite Programm des
französischen Fernsehens (Antenne 2, Sucré Salé) zeichnet ein Porträt in
ihrem Atelier auf.
Ausstellungen im europäischen Kulturinstitut in Brüssel und Paris.
1992
Beteiligung an einer internationalen
Ausstellung der UNESCO
1993
Ausstellung von Graphiken und
Zeichnungen in Pré Saint-Gervais, von Acrylbilder im Kulturzentrum von
Piombino. Ausstellung in der Galerie Hammer, Regensburg sowie im Rathaus von
Saint Gilles in Brüssel.
1994
Hélène gewinnt den Regner Graphikpreis Ville d’Avray. Ausstellungen
von Ölgemälden im Französischen Kulturinstitut, München und in der Galerie
Hammer, Regensburg. Ausstellung von Kupferstichen und Zeichnungen in der
Galerie „La fourmi ailée“, Paris. Hélène illustriert mit 6
Kupferstichen einen Gedichtband von Frédéric Parcheminier.
1995
Hélène stellt Ölbilder und Aquarelle im Maecenas-X Centrum in Pilsen
aus. Große Ausstellung der Stadt Aveiro und der Universität von Aveiro, ein
Teil der ausgestellten Bilder bleibt als ständige Leihgabe im Sala de
Hélène de Beauvoir. Es erscheint ein umfangreicher Katalog (120 Seiten)
nach Interviews von Universitätsmitarbeitern in Hélènes Atelier in
Goxwiller, Elsass.
Quelle
: Pedro Calheiros, Universität Aveiro, Portugal. Katalog der Ausstellung “O
bello ver de Hélène Beauvoir“ Malerei und Zeichnungen von 1940- 1945.
Universität von Aveiro.
Galerie
Hammer, Untere Bachgasse 6, 93047 Regensburg, Telefon 09415676882